Kronleuchter

Die Königsklasse unter den Raumbeleuchtungen

Kronleuchter sind die prächtigsten Innenleuchten schlechthin. Sie repräsentieren sozusagen die Königsklasse der Raumbeleuchtung. Sie werden unter die Decke gehängt und sind somit die größten Vertreter der Pendelleuchten. In der Regel rund und mehr oder weniger ausladend beherbergen sie eine Vielzahl von Lichtquellen umgeben von lichtbrechenden Elementen, welche das faszinierende Lichterspiel und den großen Glanz bewirken.

Der Fortschritt in der Herstellung von Glas im 18. Jahrhundert ermöglichte die kostengünstigere Produktion des Bleikristalls, was durch seine wunderbare Lichtbrechung rasch das beliebteste Element in der Fertigung von Kronleuchtern wurde. Wegen der häufig verwendeten kunstvoll geschliffenen Glasanhänge nennt man sie auch Lüster, was auf das französische Wort “lustre” (= Glanz) zurückzuführen ist.

Die Krönung eleganter Räume

Die Entwicklung der ersten Lüster Ausgang des 16. Jahrhunderts in Italien hängt unmittelbar mit dem Beginn der Epoche der Mailänder Crisallari (Kristallschleifer) zusammen. Die großen hängenden Leuchter konnten nun mit den funkelnden Kristallen geschmückt werden und verliehen den Festlichkeiten in den Palästen des italienischen Adels majestätischen Glanz. Unter Ludwig XIV kam der Lüster dann auch in Frankreich groß in Mode. Dem Sonnenkönig zu Ehren verzierte man die prunkvollen Leuchter mit Kronen und gab ihm so seinen bis heute gültigen Namen. Die französischen Handwerker trieben die Weiterentwicklung stetig voran, um immer mehr neue Modelle vorstellen zu können, den der königliche Hof konnte nicht genug davon bekommen. Ursprünglich erhellten Kronleuchter vor allem Paläste und Kirchen mit dem warmen Schein von Kerzenlicht. Später hielten sie auch Einzug in Säle und große Wohnräume. Kerzen wurden zwischenzeitlich durch Petroleum ersetzt. Die Elektrifizierung begann schließlich erst anfangs des 20. Jahrhunderts. Kronleuchter faszinieren rund um die Uhr. Herrlich, wenn sich tagsüber das Sonnenlicht seinen Weg durch die spiegelnden, lichtbrechenden Elemente bahnt und ein facettenreiches Lichtmuster in den Raum wirft. Prächtig auch, wenn nachts der Schein der Lichtquellen von den Prismen reflektiert den jeweiligen Raum in leuchtend warmes Gold taucht. Der größte Kronleuchter der Welt befindet sich übrigens im Oman. Er hängt in der Sultan Qaboos Moschee und wiegt 8 Tonnen. Kein Wunder, ist er doch mit 1.122 Lampen und über 600.000 Kristallen verziert. Auch im Wiener Rathaus kann man einen riesigen Hängeleuchter bewundern. Mit einem Durchmesser von 5 Metern bringt er immer noch ein Gewicht von 3,2 Tonnen auf die Waage. Einer der ältesten noch erhaltenen Lüster der Welt findet man im J. Paul Getty Museaum in Los Angeles. Er soll noch im 17. Jahrhundert entworfen und montiert worden sein.

Das herausragende Schmuckstück der Inneneinrichtung

Mit dem Kronleuchter verbindet man aufgrund seiner royalen Abstammung gemeinhin Luxus und Prunk, was nachvollziehbar ist, kennt man sie in der Regel doch nur aus Schlössern und Palästen, aus Villen oder Herrschaftshäusern. Nicht jeder verfügt über weiträumige Wohnverhältnisse, die genügend Raum bieten für ein solch monumentales Schmuckstück. Nichtsdestotrotz ist der Lüster nicht mehr nur den “Reichen und Schönen” vorbehalten, sondern hat auch in gesellschaftlicher Breite Einzug gehalten. Heutzutage werden immer mehr Hängeleuchten dieser Art mit kleineren Ausmaßen und aus neuartigen Werkstoffen hergestellt, welche die wunderbaren Eigenschaften des Kronleuchters auch in kleineren “normalen” Wohnräumen zur Geltung bringen. Auf diese Weise kann man dem Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer ein königliches Flair verleihen oder aber auch einer schlichten, modernen Einrichtung einen Hauch von Luxus verleihen. Die Designer unserer Zeit sind weiter bedacht, immer neue Kronleuchtervarianten zu entwickeln, um möglichst viel Geschmäcker und Einrichtungsstile zu bedienen. Man sollte sein Modell sorgfältig auswählen, denn ein Kronleuchter ist nicht zu übersehen. Da gilt es unbedingt, einen Stilbruch zu vermeiden. Eine moderne Inneneinrichtung, die klaren Vorstellungen folgt und schlichte Formgebung bevorzugt, wird selten bis nie mit einem klassischen Kronleuchter harmonieren. Dabei sollte nämlich eher Lüster in die engere Auswahl genommen werden, die den Raum als überragendes Designelement krönen, sich aber dennoch, ohne zu provozieren, in den Einrichtungsstil eingliedern lassen. Moderne Formen von Kronleuchtern aus Chrom oder auch schwarzem Metall kommen hier beispielsweise in Betracht. Völlig anders sieht es aus bei einem Einrichtungsstil, der eher klassisch antik daherkommt und sich vor allem durch besonder Möbelantiquitäten hervortut. In diesem Fall kommt ein hochwertiger und edler Kronleuchter mit Messing, Kristall oder Gold und seinen filigranen Verzierungen zur vollen Entfaltung, ohne dabei unpassend zu wirken.

Die Wahl der Leuchtmittel für den Kronleuchter stellt den Kunden eigentlich vor dasselbe Problem, wie jede andere Leuchte auch. Die Zeiten in denen auf einem Kronleuchter Kerzen glimmten oder Petroleum dampfte sind längst passé, liefern sie im elektrifizierten Zeitalter ein doch eher funzeliges Licht. Um so lieber greift der Verbraucher heute zu modernen Leuchtmitteln, die der Handel in großer Vielfalt anbietet. Bei Kronleuchtern am verbreitesten ist wohl die Kerzenleuchte, meistens mit einem E14 Sockel. Sie verfügt über einen Kolben, der einer klassischen Wachskerze nachempfunden ist und so einen weitgehend ähnlichen, aber nätürlich stärkeren Lichtkegel produziert. Besonders detaillverliebte Kronleuchterliebhaber wählen auch gerne sogenannte Windstoßlampen, die durch ihren gedrehten oder gebogenen Kolben noch wirklichkeitsgetreuer erscheinen. Im Rahmen der gegebenen Technik waren Glühlampen über lange Jahre die einzig logische Wahl bei Leuchtmitteln für den Kronleuchter. Ihr warmweißes Licht entspricht fast genau dem einer Kerze und sorgt so für eine entsprechend gemütliche Atmosphäre. Mittlerweile ist es aber auch kein Problem mehr, mit anderen, moderneren Leuchtmitteln dieselbe Lichtqualität zu erzielen und das noch effizienter und damit kostenkostengünstiger.

Pflege und Reinigung für anhaltenden Glanz

Kronleuchter erfordern, viel mehr als andere Leuchten, eine regelmäßige Pflege, da ihr Aufbau bzw. ihre Konstruktion weitaus komplexer und filigraner sind, was sie leider zu ausgesprochenen Staubmagneten macht. Damit alles, was am Kronleuchter funkeln und glänzen soll, auch wirkungsvoll in Erscheinung tritt, sollte das gut Stück regelmäßig gereinigt werden. Die Reinigung kann sowohl nass (gründlich) wie auch trocken (zwischendurch) erfolgen. Trocken bedeutet entweder das Polieren der Kristalle bzw. ähnlicher Designelemente mit einem Staubtuch oder die Reinigung mit einem Staubsauger. Eine aufsetzbare Spezialdüse mit verstellbaren und weichen Borsten erweist sich dabei als äußerst hilfreich. Wird das regelmäßig durchgeführt, können sich Staub und Schmutzpartikel gar nicht erst in großem Maße absetzen. Trotzdem kommt man hin und wieder nicht um die aufwändigere, nasse Reinigung herum. Dafür kommt ganz einfach lauwarmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel zur Anwendung, es sei denn man legt sich einen speziellen Kronleuchterreiniger zu. Nach Anwendung der nassen Methode sollten die Kristalle anschließend gründlich mit einem trockenen Tuch poliert werden. Damit eliminiert man störende Wasser- oder Kalkflecken und bringt den ursprünglichen Glanz zurück. Es gilt hier: Ohne Fleiß kein Preis. Wenn Sie sich für einen Kronleuchter interessieren, so stöbern Sie doch einfach in diesem Kategoriebereich auf unserer Shopseite www.123led-lampen.de.