In einem für unsere Rubrik äußerst interessanten Artikel der Online-Ausgabe von Welt.de aus dem Oktober 2014 erschien ein Beitrag, welchen wir unseren Blog-Lesern natürlich nicht vorenthalten wollen bzw. können. Thema: Was ist sparsamer als sparsam, wenn es um Lichttechnik und die Ausbeute von Einsparungen – sprich Lichteffizienz geht – ?

 

Die Antwort: Die LED-Lampe

Gerade ist es deutschen Wissenschaftlern gelungen, LED-Lampen in ihrer Leistungseffizienz stark zu erweitern. Dabei wendeten sie etwas Besonderes an:

Sie ersetzten einfach sogenannte „Silizium-Transistoren“ durch „Galliumnitrid-Transistoren“. Denn nicht nur nach Einschätzung vieler Experten gehört die Zukunft den Leuchtdioden (LED) und nicht mehr den Energiesparlampen. Denn der Energieverbrauch der LED
ist im positiven Sinne angesichts des Verbrauchs nahezu unschlagbar. Somit sind die LED-Birnen beispielsweise inzwischen immer mehr angesagt. Bei gleicher Lichteffizienz verbrauchen sie im Vergleich zu den herkömmlichen alten Glühbirnen gegenüber den Energiesparlampen (ESL) wesentlich weniger an Stromenergie.

Philips_Lampen

Dass das ganze Thema der LED sogar  inzwischen in eine global anerkannte und ausgezeichnete Thematik übergegangen ist, ist drei japanischen Forschern zu verdanken, die die sogenannte „blaue Leuchtdiode“ erfunden haben und hierfür in diesem Jahr 2014 den Nobelpreis für Wissenschaft und Forschung in Stockholm/Schweden erhalten haben. Sie bauten Leuchtdioden mit blauem Licht, die eine Voraussetzung für den Bau von Weißlicht spendenden LED-Lampen ist.

Wie leistungsstark  eine LED-Leuchte aber in Wirklichkeit ist, lässt sich in der Regel an ihrem sogenannten  Sockel ablesen. Denn hierin befindet sich eine spezielle Elektronik, die aus der Netzspannung eine für die Leuchtdiode taugliche deutlich niedrigere Gleichspannung macht.

Meist ist das ein besonderes Schaltnetzteil mit Kondensatoren,  Spulen  und Transistoren sowie Widerständen, welches nicht nur für eine glatte wie reduzierte Gleichspannung, sondern auch für den so wichtigen gleichbleibenden Strom sorgt.

Die Lichtausbeute der LED  ist hier vordergründig proportional zur angezeigten Stromstärke anzusehen. Spannungs- und Stromspitzen würden hingegen diametral die Lebenslänge der LED verringern oder sie im schlimmsten Falle sogar vernichten.

Der Wirkungsgrad des elektronischen LED-Katalysators liegt bei qualitativ hochwertigen  Produkten erwiesenermaßen über 80 Prozent. Schalttransistoren aus Silizium haben hier im Zentrum absoluten Vorrang.

Leitende Mitarbeiter des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Angewandte Festkörperphysik- IAF –  sind dabei,  den Wirkungsgrad der Elektronik weiter zu erhöhen, indem sie, wie bereits eingangs beschrieben,  die sogenannten Silizium-Transistoren durch Galliumnitrid-Transistoren austauschen. Diese ermöglichen eine bis zu zehnmal höhere Taktrate, wodurch die Leistungsdichte der Spannungsumwandlung gesteigert werden kann.

Enormes Potential an Ergiebigkeit

Nach Angaben der Freiburger Fraunhofer-Wissenschaftler ist der Effizienzgrad des Lampen-Treibers auf die beschriebene Art um bis zu 4 % Prozent steigerungsfähig. Das hört sich zunächst wenig an, doch vor dem Hintergrund, dass global ca. 20 Prozent der elektrischen Energie für Beleuchtungsformen gebraucht wird, stellt diese Größe bereits ein ungeheures Sparpotential dar. Dieses dann in der Realität zum Einsatz zu bringen, birgt nicht nur große Hoffnungen, sondern erscheint als sehr wahrscheinlich. Fachleute gehen davon aus, dass in den nächsten 5- 6 Jahren, also bis zum Jahr 2020, rund 90 Prozent aller Leuchten und Lampen mit LED betrieben werden. Hierbei spielt das bereits ausgelobte Verbot von Glühbirnen selbstverständlich eine wichtige Rolle.

Und alle Fans von Halogenlampen sollten wissen: Ab dem Jahr 2016 wird in der Europäischen Union auch der Verkauf von Halogenlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt verboten sein.

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