Okt 08

LED Lampen in test.de bei STIFTUNG WARENTEST

Seit dem 01.09.2012 ist es inzwischen von Seiten der EU bindend, dass  Glüh­birnen definitiv von der Bühne zu verschwinden haben, doch nicht jeder mag dies hinnehmen. Die Zeitschrift test.de tröstet: Es sind weitaus effizientere Möglichkeiten wie z.B. LED-Lampen und Leuchten verfügbar.

Dabei sind jedoch gewisse Unterschiede zu beachten, was Qualitäts- und Preisstandards betrifft.  test.de fand teure Produkte von nicht guter Qualität und preisgünstige, die jedoch auf lange Sicht zu teuer sind. Erprobt wurden 20 Kerzenförmige Lampen mit sogenannten  E14-Sockeln, darunter 8 Kompakt­leuchtstoff-Lampen, 4 Halogen­-Glüh­lampen und 8 Led-Lampen.

Nunmehr ist also die vierte Stufe des EU-Glühlampenverbots vollzogen. Das Verkaufsverbot gilt nicht mehr nur für herkömmliche Glühlampen mit hohen Wattzahlen, sondern auch für 25 und 40 Watt-Produkte. Lediglich einzelne Reste aus dem alten Bestand dürfen Händler noch zum Verkauf anbieten. Stiftung Warentest rät an dieser Stelle davor ab, sich im Zuge sogenannter Hamsterkäufe die alten Produkte zu sichern. Glühlampen werden in der Produktausführung der Halogenlampen aber weiterhin im Angebot sein. Das Glühdrähtchen “Wolfram” sorgt auch hier für ausreichende Lichtqualität undausgeprägte Helligkeit. Speziell hier befindet sich besagter Wolframdraht in einem mit Gas gefüllten Quarzglaskolben. Durch diese Technik wird gerade einmal ein Fünftel des herkömmlichen Verbrauchs Strombedarfs verbraucht.

Glühlampenlicht sind 250 Prozent teurer

Halogenglühlampen sind als Basisbeleuchtung in einer Wohnung jedoch denkbar Fehl am Platze. Zu hungrig und recht schlechte Lichtausbeutung machen sie damit preislich ineffizient.

Die Differenzen sind enorm. Laut  test.de  beträgt der Preis ca. 250% mehr, wenn klassische Glühlampen gegenüber LED- oder kompakten Leuchtstofflampen eingesetzt werden. Hierzu zählt auch die unterschiedliche Lebensdauer der Lampen. Glühlampen beenden ihr Werk in der Regel nach 1 000 bis 2 000 Brennstunden. LED-Lampen erwarten dagegen eine Lebenszeit von bis zu 12 000 Stunden gerechnet.

LED-Technik bis auf kleine Einschränkungen vorn

6 Lampen erreichten gute Testergebnisse. Es sind LED-Lampen von Osram, Philips, Ledon, Megaman,  Toshiba und Sylvania. Sie konnten hauptsächlich bei der Haltbarkeit punkten und hatten gute  Umwelt-, Gesundheits- und lichttechnische Werte. Neben leichten Einschränkungen zweier LED-Produkte konnte die LED-Technik aber insgesamt überzeugen. Vor allem preislich rechnen sich die LED-Lampen aufgrund ihrer langen Lebensdauer.

Kompaktleuchtstofflampen nur mittelmäßig

Die kerzenförmigen Kompaktleuchtstofflampen  erlangten im Test nur die Benotung „befriedigend“ und „ausreichend“. Dauerprüfungen führten zu einer schnellen Ermattung des Lichts. Andere hatten sehr schnell Gebrauchsspuren im sichtbaren Glaskolben.  Kompaktleuchtstofflampen tun sich darüber hinaus schwer damit, unmittelbar nach dem Einschalten direkte Helligkeit zu erzeugen. Das schleppende Hellwerden ist ein Zeichen dafür, dass bei der Fabrikation der Lampen kein  flüssiges Quecksilber mehr verwendet wird. Aus Sicherheitsgründen wird es stattdessen in verfestigter Form als Amalgam genutzt. Dadurch liegt im Falle einer Zerstörung der Lampe die austretende Quecksilberkonzentration unterhalb des Richtwerts für dauerhaft tolerierbare Belastungen.  LED-Lampen enthalten hingegen gar kein Quecksilber.

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