philips Lampe

Nov 28

Die richtige Wahl der Leuchten und Lampen

Meist reichte es in früheren Zeiten, wenn man beim Lampenkauf die richtige Größe des Lampensockels sowie dessen Wattleistung kannte. Dann noch die Entscheidung treffen, ob die Lampe klar oder matt sein sollte. Nach dem Ende der Glühlampentechnologie gibt es nunmehr Ersatz für die Halogenglühlampen und die nachhaltig energieeinsparenden Leuchtstofflampen, welche kompakt als sogenannte ESL (Energiesparlampen) und als LED-Lampen zur Verfügung stehen.

Welche Ausführungen an Lampen und Leuchten gibt es genau ?

Halogen-Glühlampen

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Halogen-Glühlampen, die mit einem sogenannten Edison-Schraubsockel E 27 oder E 14 oder Stecksockel wie z.B. GU10 oder G9 versehen sind,  bringen Licht in ähnlich heller Qualität und Farbechtheit wie die älteren Glühlampen. Dabei ist ihre Lichtausbeute jedoch gute 30 % stärker als bei der herkömmlichen Glühlampe, dennoch können sie nicht als “energieeffizient” angesehen werden. Ihre Lebensdauer beträgt etwa um die 2000 – 3000 Stunden.

Fazit: Trotz Energieeffizienzklasse C (manchmal auch nur D) sind sie nur  zum Beispiel für Kronenleuchter und Leuchtmodellen, deren Lampen sichtbar sind, aus optischen Gründen zu empfehlen. Erst im Jahre 2016 droht den Halogenlampen ein Vermarktungsverbot, sofern nicht noch die Energieeffizienzklasse B erlangt werden kann.

Energieeffizienz: Wesentlich sparsamer und dabei häufig auch nicht so leicht  durch angesagte LEDs austauschbar sind die Niedervolt-Halogenlampen mit einem Stecksockel (z.B. GU 4 und G4), die ohne weiteres die Klasse B erreichen können.  Eine Infrarotbeschichtung steigert in diesen Lampen das Energiesparen gegenüber Glühlampen um mehr als 45 %. Jedoch ist dies bis dato nur bei den Niederspannungslampen möglich.

ESL – Energiesparlampen

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Energie-Fresser gegen Energie-Sparer
Trotz Verbesserung zahlreicher anfänglicher Nachteile (verspätes Zünden, schnell Helligkeit verlierend, überwiegend Blauanteile im Licht), ist es nur eine Übergangstechnologie, denn das Lichtergebnis wird nie die Qualität der LEDs schaffen. Es bleiben dazu das Entsorgungsproblem aufgrund schadhaften Quecksilbergehalts und eine erhöhte elektromagnetische Strahlung in einem geringem Abstand bestehen. Da es teilweise nur noch marginale Preisunterschiede zwischen ESL und LEDs gibt und letztere weitaus länger leben, sollten Sie sich keine Vorräte mehr an Energiesparlampen anlegen.

Tipp: Benutzen Sie die vorhandenen Energiesparlampen vor allem als Dauerbeleuchtung, z.b. im Außenbereich z.B. als Hauswandleuchten oder als Flurbeleuchtung im Innenbereich.

Energieeffizienz:  Man spart am besten, wenn eine “nackte” Lampe der Energieeffizienzklasse A genutzt wird und auf einen zusätzlichen Glaskörper, der Licht absorbiert, verzichtet wird.

Philips_MASTER_LEDLED (Lichtemittierende Diode)

LED-Lampen
Die LED ist die sparsamste und der Umwelt verträglichste Lampe! Top- LEDs haben eine Licht-Qualität, die dem Halogenlicht nahezu ähnelt. Da die Ausbeute ständig erhöht wird (z.Z. unter Laborbedingungen bei 300 lm/W) und bessere LEDs schon eine Lebenszeit von bis zu 50.000 Stunden vorweisen, sollten LEDs den Vorrang beim Erwerb haben. Allerdings liegt die Haltbarkeit sogenannter LED-Retrofit Lampen, also jener Lampen, die Ersatzweise in alten Leuchten verwendet werden können, nur bei etwa der Hälfte der Zeit, ca. 25.000 Stunden.

Klarer Vorteil: LEDs schalten Sie so oft Sie mögen ein und aus. Das Licht ist sofort voll da und im Gegensatz zu den herkömmlichen Lampen haben LEDs praktisch keine Aussetzer, jedoch verlieren sie nach und nach an Helligkeit. LEDs müssen nicht an besonderer Stelle entsorgt werden. Dennoch sollte man sie aufgrund der enthaltenen seltenen Erden einer autorisierten Sammelstelle zuführen.

Nachteil bei den LEDs: Es gibt sehr große Qualitätsunterschiede! Wer billig kauft, kauft zweimal. Diese Volksweisheit trifft bei den LEDs im Besonderen zu. Investieren Sie lieber etwas mehr Geld und erwerben Sie ruhig Produkte von namhaften Herstellern bzw. Markenartiklern. Legen Sie sich keine LEDs auf Halde, denn an der Produkttechnik wird ständig gefeilt und der hohen Nachfrage wegen werden die Preise immer günstiger.
In neue LED-Produkte werden die Lampen immer häufiger fest verbaut. Der Label-Hinweis auf und in den Verpackungen mit dem Text “Leuchtmittel kann nicht gewechselt werden” wird leider selten sofort wahrgenommen. Falls nun nach Beendigung der Garantiezeit für die Leuchte eine LED Lampe ausfällt, muss die ganze Leuchte ersetzt werden. Diese Leuchten sind dann also trotz der LED-Lampen wenig nachhaltig!

Tageslichtlampen

 

tageslicht Philips

Den Winterdepressionen den Kampf ansagen : Tageslichtlampe soll Stimmung aufhellen.
Tageslichtlampen sind Produkte mit einem sogenannten Vollspektrum im “sichtbaren Bereich” und einem quasi UV-Lichtanteil, wie er auch im natürlichen Sonnenlicht gegeben ist. Sie sind in den Ausführungen Halogenlampen und Energiesparlampen und mittlerweile auch als LEDs zu kaufen.

Merkmal: Ihr Licht wird vorzugsweise in Büros verwendet, ist aber auch für häusliche Arbeitsplätze in schlecht ausgeleuchteten dunklen Ecken sehr zu empfehlen. Das Tageslichtspektrum der Lampen fördert die Stimmung und verringert die Müdigkeit.
Ihr Einsatz wird u.a. gegen Winterdepressionen und zur Anregung der Vitamin-D Synthese empfohlen.

Diese Lampen sind etwas teurer. Gerade Tageslichtlampen werden heute als LEDs fest in sogenannte “Tageslichtleuchten” eingebaut.

Tipps für den Ersatz durch energieeffizientere Lampen

Philips Birnen

  • Andauerndes betreiben lässt sich mit einer LED wesentlich kostengünstiger gestalten.
  • Nehmen Sie bei älteren Leuchtprodukten die verbrauchte alte Glühlampe als Muster mit.
  • Untersuchen Sie zudem, ob die Lampe im Umfang ein wenig größer sein kann, da der Hüll-Kolben einer neu gekauften Energiesparlampe (ESL) oder LED trotz gleichen Sockels größer ausfallen kann.
  • Wenn Sie von Niedervolt-Halogenlämpchen oder Halogen-Spots auf LED-Spots umrüsten wollen, so sollte – sofern praktikabel – der Trafo getauscht werden. Viele der älteren elektronischen Trafos setzen eine Mindestlast voraus, die bei den extrem sparsamen LEDs meist zu niedrig ist. Dadurch funktionieren die LEDs oft nicht korrekt und fangen an zu Flimmern, im schlimmsten Falle werden sie sogar zerstört. Bei den schweren Eisenkerntrafos sollte das Problem nicht so groß sein.
  • Falls Sie Leuchtstoffröhren im Dauerbetrieb haben, so können Sie diese auch, wenn eine Ersatz notwendig geworden ist, durch LED-Röhren (LED-Tubes) ersetzen. Sie sind quecksilberfrei und sparen etwas Energie (Energieeffizienklasse A+ statt bisherig A), haben aber eine verlängerte Haltbarkeit. Allerdings sind die Preise noch recht hoch, so dass sich diese erst nach langer Zeit wirtschaftlich rechnen.

Wichtige Kennzahlen beim Einkauf

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Kennzeichnung der Energieeffizienzklassen
Früher gab es in Sachen Helligkeit die Watt-Zahlen. Bei den modernen Lampen gelten entsprechend andere Werte zuz Orientierung. Deshalb findet man in den Hersteller-Hinweisen sogenannte Äquivalenz- oder Vergleichswerte.

Die Wattzahl der neuen energiesparenden Lampe wird verglichen mit der entsprechenden Wattzahl einer alten Glühlampe.

Lichtleistung (Lumen)

Die Lichtleistung = Lichtstrom (Lumen) ist das Maß für die Helligkeit. Sie informiert darüber,  wieviel Licht im “sichtbaren Wellenbereich” pro Sekunde abgegeben wird. So beträgt zum Beispiel bei einer 100-Watt-Glühlampe, einer 23 Watt Energiesparlampe oder einer neuen 20 Watt LED Lampe der Lichtstrom Lichtstrom jeweils 1500 Lumen ( lm).

Energieeffizienz (Lumen/Watt)

Energieeffizienz bei Lampen ist die Angabe für die Lichtausbeute in Lumen pro Watt. Auch dieser Wert wird auf den Lampen nicht angzeigt. Er lässt sich aber aus den Werten für  Lumen/Wattzahl berechnen.
Bei Glühlampen liegt die Äquivalenz bei 11, etwas besser sind die Eco -Halogenlampen (Wert bis 25), danach die Kompakt-Energiesparlampen mit 60. Ganz oben sind sind modernen LEDs mit sukzessive effizienter werdenden Werten (70 – 90) und den Leuchtstoffröhren mit über 90.

Lichtfarbe (Farbtemperatur)

Die Lichtfarbe zeigt sich durch die Farbtemperatur in Kelvin (K). Je höher der Kelvin-Wert K, desto weißer wird das Licht. Eine Kerze liegt bei 1500 K. Das warmweiße Licht (vergleichbar mit einer Glühlampe) bei etwa 2.700 bis 3.300 Kelvin ist wohlig in Wohnräumen, während neutralweiß (vergleichbar mit einer Leuchtstoffröhre) für Flur, Bad Außen und Arbeitsflächen bei 3300 – 5300K liegt, gefolgt von dem  kaltweißen Licht für Keller oder Waschraum mit über 5300K.

Farbwiedergabeindex

Der Farbwiedergabeindex Ra oder CRI ist als Maßstab für die Farbwiedergabe anzusehen. Nur wenn in einem Licht alle “sichtbaren Wellenlängen” gegeben sind, werden die Farben naturgetreu dargestellt. Deshalb wird mit Glühlampen (Ra 100) verglichen. Je höher, umso effizienter! Halogenlampen sind mit Glühlampen vergleichbar. Inzwischen sind die modernen LEDs mit Ra 95 erhältlich, während Leuchtstofflampen (Röhren und kompakt) eher bei 80-90 liegen.

Lebensdauer

Informationen über die Lebenszeit der Lampe beinhalten zumeist die mittlere Lebensdauer.

Schaltzyklen und Dimmen

Evtl. ist auch die Zahl der Schaltzyklen vermerkt. Oft sind sie mit 30 – bis 40 Tausend angegeben. Ebenso wird auf die Dimmenbarkeit der Lampen hingewiesen.

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